Kappnaht Montag, Sep 5 2011 

Ich hab euch ja versprochen zu zeigen wie man eine Kappnaht fertigt und da ich im Prinzip mein komplettes Wochenende mit Kappnähten verbracht habe, mangelte es mir nicht an Gelegenheit ein paar Fotos zu machen.

Als aller erstes müsst ihr eure beiden Stoffstücke verbinden und zwar mit einer Vorstichnaht.

Dann kürzt ihr eine Seite der Nahtzugabe ein, wie ihr es hier auf dem Bild sehen könnt, das ist wichtig, weil im nächsten Schritt, die andere Seite darüber gefaltet wird um diese Kante komplett zu umschließen.

Seid aber vorsichtig nicht zuviel wegzuschneiden, damit eure Vorstichnaht nicht aufplatzt.

 

Jetzt müsst ihr das längere Stück Nahtzugabe zu euch hin umklappen und zwar doppelt.

Ich hoffe es wird aus dem Bild deutlich.

Ihr klappt die Stoffkante einmal um, damit sie das kürzere Stück umschließt und das nicht mehr sichtbar ist. Dann klappt ihr sie nochmals um, damit auch von dem längeren Stück die offene Kante verschwindet und nicht mehr sichtbar ist, im Prinzip wie bei einem Saum.

Diese neue “saubere” Kante wird dann mit kleinen Überwendlingsstichen festgenäht. Seid vorsichtig, dass ihr die Überwendlingsstiche nur an einem Stoffteil befestigt. Die Kappnaht geht nicht durch beide Stoffstücke sondern liegt nur auf einem.

Ich hoffe das ist verständlich.

Bei Rückfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung!

liebe Grüße,

Elsi :)

Untergewand Freitag, Sep 2 2011 

Ich hab es ja schonmal erwähnt, ich sehne mich nach einer etwas authentischeren Gewandung und ich hab auch schon über die Anfänge meines ersten handgenähten Untergewandes berichtet. Die letzten Tage hab ich viel daran gearbeitet und nun ist es nicht mehr weit, bis es fertig ist :D

Soweit bin ich gerade.

Die hier linke Seite ist schon komplett fertig mit versäuberten Nähten, der Kragen ist auch schon feritg und die rechte Seite habe ich gestern noch geschlossen, jetzt müssen nur noch die Nähte versäubert werden.

Dann müssen noch die Ärmelsäume und der untere Saum gemacht werden und das Unterkleid ist fertig :D

Wer sich an meinen letzten Post erinnert, ich habe Vorder- und Rückteil seperat ausgeschnitten und dann als erstes aneinander genäht. Als nächstes habe ich an jede der vier langen Kanten die Geren mit einer Vorstichnaht angenäht, aber noch nicht versäubert. Dann hab ich die Ärmel offen an das Kleid angenäht, jetzt doch ohne Zwickel – irgendwie hab ich mich bei meinen ersten Ärmeln entweder total an meinem Arm vermessen oder beim Muster erstellen nicht aufgepasst, sie waren auf jeden Fall viel zu klein, also hab ich neue gemacht, aber dann ohne Zwickel. Als nächstes hab ich die Ärmel- und Seitennhat geschlossen und dann alle Nähte versäubert. Dafür hab ich eine Kappnaht verwendet, so dass keine offenen Stoffkanten zu sehen sind. Da kann dann nix ausfransen.

Ich werde noch ein Tutorial für eine Kappnaht erstellen, aber hier könnt ihr unter 21 schonmal sehen wie es aussieht.

Hier der Kragen von innen.

Ich hab den Saum einfach doppelt umgeschlagen und dann mit ganz kleinen Überwendlingsstichen festgenäht.

Damit bin ich schon ganz zufrieden.

Man merkt doch, wie man besser wird, vielleicht ist bei mir und Nähen ja doch nicht Hopfen und Malz verloren ;)

Hier sieht man meine Vorstichnaht gerade in Arbeit.

Das da drunter sind Heftsichte, damit der Stoff nicht verutscht, das kommt danach natürlich wieder raus.

Im Prinzip heftet man auch mit Vorstichen, aber halt riesig großen, es soll ja nur während des Nähens halten…

Und hier eine meiner Kappnähte von den Seitennähten.

Da sieht man schon den Unterschied zum Kragen.

Die Stiche sind noch viel größer. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Ich finde auf jeden Fall das Kleid sieht bis jetzt nicht so schlecht aus (auch wenn ich sogar hier und da ein paar Fehler gemacht hab). Und ich freu mich jetzt schon auf die Cotte, die nachher drüber kommen soll :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Minnetuch Mittwoch, Sep 15 2010 

Hey, ich bin zurück aus Caldicot!

Das wars dann wiedermal für dieses Jahr.. Für uns ist die Saison damit offiziell beendet… *hach*

Schon mal vorweg: Schön wars :) Aber ihr bekommt natürlich noch einen extra Post!

Ich nehme grds. einen Haufen Zeugs zum Lesen und Handarbeiten mit, normalerweise mache ich dann NICHTS, genau gar nichts ;) Aber hätte ich es nicht dabei würde ich natürlich was machen wollen, also nimmt man (ich) es trotzdem mit ;) Kennt das noch irgendwer?

Wie dem auch sei, diesmal war ich tatsächlich fleißig! Ich hab ne Menge gemacht, auch wenn es rückblickend irgendwie nicht danach aussieht…

Ich möchte ein Minnetuch machen für eine Freundin, die mir im Gegenzug eine Korsage macht, in Caldicot habe ich es fertig umsäumt und Probearbeiten für die Spitze gemacht.

lose Heftstiche im Vorstich

Hier seht ihr den ersten Schritt. Um einen schönen Saum hinzubekommen habe ich den Stoff doppelt umgeschlagen und dann mit Heftstichen gesichert. Dann kann nichts verrutschen während ich den Saum fertig nähe.

Hinreihe im Vorstich

Für den Saum habe ich mich für einen doppelten Vorstich entschieden. Ich dachte das gäbe eine schöne Naht von beiden Seiten, besser als der Rückstich.

Fertiger Saum von vorne

Und hier seht ihr den fertigen Saum von vorne. Nach Fertigstellung können die Heftstiche wieder entfernt werden :)

Von vorne sah mein Saum tatsächlich auch super aus…

Fertiger Saum von hinten

…. von hinten allerdings eher nicht.

Da hätte ich wohl noch mehr Acht geben müssen.. Nur weil der Stich vorne gerade raus kommt, kommt er hinten noch lange nicht gut raus…

Vielleicht verschwindet der Saum aber eh noch, denn betreffende Freundin war auch in Caldicot und hat die Stickerei für Rogers Wappen bewundert (im Klosterstich), da ist mir dann durch den Kopf gegangen, dass ich mir noch gar keine Gedanken über die Rückseite des Minnetuchs gemacht habe und deswegen überlege ich es jetzt eh zu hinterfüttern, damit man die Rückseite der Stickerei nicht sieht..

Minnetuch fertig umsäumt

So sieht auf jeden Fall jetzt erstmal das fertig umsäumte Minnetuch aus.

Probestück für Spitze am Saum

Für den Rand des Minnetuchs wollte ich gerne eine Spitze machen. Auf die Idee kam ich durch Racaire, die ein Taschentuch für eine Freundin so gestaltet hat. Diese Stäbchen finde ich schon gar nicht so schlecht, aber vielleicht werde ich noch ein paar mehr Bögen einarbeiten und ein paar Pikots..

Ich werd wohl noch was rumprobieren. Ich brauch eh noch anderes Garn, da sie am liebsten ein blau-grün mag :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Probe für Smokarbeit Mittwoch, Sep 23 2009 

Da ich ja mit Samt einen relativ dicken Stoff habe und für Smokarbeiten immer ein sehr dünner Stoff empfohlen wird, habe ich an einem kleinen Stück Probegearbeitet.

Für eine Smokarbeit müssen einige Vorarbeiten geleistet werden. Erstmal muss man dafür sorgen, dass der Stoff gerafft wird. Dazu macht man mehrere Reihen mit Vorstichen (Ich werde mit der eigentlichen Arbeit am Vorhang eine detailierte Anleitung erstellen, deswegen hier nur ganz kurz eine Vorstellung dessen was ich gemacht hab und keine wirkliche Anleitung).

Diese zieht man dann zusammen und verknotet sie, damit die Falten bleiben. Hier war mir eigentlich schon klar, dass es klappen wird, weil meine größten Bedenken waren, ob ich den dicken Stoff raffen könnte. Meine Falten sind nicht sehr gleichmäßig, da ich nicht viel Zeit darin investiert habe meine Vorstiche 100% gleichmäßig zu machen, sollte ja nur ein grundsätzlicher Test sein.

Der nächste Schritt war dann schon nicht mehr wirklich nötig, aber ich habe ihn trotzdem gemacht um ein ungefähres Gefühl dafür zu bekommen, wie es nachher aussehen würde. Im Prinzip stickt man jetzt über die Falten, um die Raffung zu versiegeln und ein schönes Muster hinzubekommen. Wenn man fertig ist, zieht man die Vorstichreihen auf und der Stoff breitet sich wieder ein ganz klein wenig aus, bleibt aber innerhalb der Stickerei gerafft. Ich habe den gelben Faden genommen, weil ich nachher mit Gold arbeiten möchte und das dem schon relativ nahe kommt. Als Muster werde ich wahrscheinlich auch das dort oben nehmen, aber in mehreren Reihen. Die Probe hier ist natürlich nicht besonders gerade, weil auch die Falten nicht gerade waren, aber die Probe an sich war erfolgreich und so werde ich dann bald mit den Vorbereitungen für die Smokarbeit am eigentlichen Vorhang beginnen können :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Beutel fertig! :-) Dienstag, Jun 16 2009 

Wie gesagt hat nur noch eine Schnur gefehlt :)

Ich will zwar schon länger mal andere Techniken lernen Kordeln und Schnüre herzustellen, aber momentan hab ich dazu noch keine Zeit gefunden und deswegen hat auch der Nadelbeutel wieder eine geflochtene Schnur.

Hier der fertige Beutel von vorne. Die Schnur ist wie gesagt geflochten, auch in Anchorgarn. Ich hab sie dann relativ gleichmäßig durch die einzelnen Schlaufen des Nadelbeutels gefädelt.

Und nochmal von der Seite, damit ihr die Schnur besser sehen könnt.

Zieht man dann an der Schnur zieht sich der Beutel nett zusammen und man kann eine Schleife rein machen, ihn an den Gürtel knoten oder was auch immer :) Klar ist natürlich, dass der Beutel nicht für schwere Lasten gedacht ist, sonst hätte ich extra Löcher für eine Schnürung schon beim nadeln einbauen müssen. Außerdem ist die Wolle zwar dick, aber nicht besonders stark.

Zusammenfassung:

Beutel:                    Nadelgebunden in Wolle (superwash) der Stärke 6
                                 Zeit: 07.03.2008 – 13.03.2008
                                 Stich: Oslo-Stich

Stickerei:                 Stoff: blaue Baumwolle
                                  Motiv: Wappen Kelly
                                  Zeit: 01.09.2008 – 09.06.2009 (mit langer Unterbrechung)
                                  Garn: Anchor in weiß, silbergrau, schwarz, gelb und rot (leider kenne ich die Nummern nicht)
                                  Stiche: Plattstich, Rückstich, Kettstich

Perlenstickerei:     Perlen in perlmutt
                                  Zeit: 09.06.2009 – 10.06.2009
                                  Garn: Anchor in blau (passend zum Baumwollstoff)
                                  Stich: Vorstich

Futter:                       Stoff: naturweißer Baumwollstoff
                                   Zeit: 10.06.2009 – 11.06.2009
                                  Stich: Rückstich, Vorstich (zum Einnähen)

andere Fertigkeiten: Flechten (Schnürung), Applizieren (des Wappens)

Insgesamt bin ich mit dem Endergebnis super duper zufrieden :)

An dem Nadelbeutel gefällt mir besonders, dass er unten dieses Spitzenmuster hat, das ja eigentlich mehr durch Zufall entstanden ist. Die Stickerei ist auch super raus gekommen und mir gefällt, dass sie etwas plastisch ist durch den darüber liegenden Kettstich für die Ketten. Die Perlenumrandung lässt es super edel aussehen :) Und das Futter ist einfach super geworden! Es liegt locker fluffig im Beutel und stellt sicher, dass nichts durch die Spitze im Boden fallen kann :)

Ich hab viel gelernt während ich an dem Beutel gearbeitet habe, eine neue Stichart, aber vor allem mit dem Applizieren, dem Futter und der Perlenstickerei :)

Ich hoffe meine Freundin freut sich über den Beutel, aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher sie wird :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Futter gefällig? Dienstag, Jun 16 2009 

Ja, bitte ;)

Ein Futter muss also her für dat Beutelchen.

Ich hab ja nicht DIE Näherfahrung und hab deshalb ne Weile gegrübelt wie ich das Futter hinbekomme. Eine Idee wie ich es 100% passgenau hinbekomme hatte ich bis zum Schluss nicht, aber dann hab ich mir gedacht das braucth es für ein Beutelchen ja auch nicht unbedingt…

Also hab ich dann mal losgelegt…

Hier der Anfang. Ich habe ein rechteckiges Stück Stoff ausgeschnitten und dann an der Seite zusammengenäht. Wie ihr sehen könnt ist es nichtmal ganz gerade ausgeschnitten, aber da ich einen Teil eh umschlagen musste um keine unschöne Kante im Beutel zu haben, dachte ich mir das stört auch nicht besonders.

Dann hab ich ein kreisrundes Stück Stoff ausgeschnitten, dass den Boden des Futters bilden soll…

Den Boden hab ich dann an die gerade Kante des Zylinders angenäht, damit quasi ein zweiter Rohbeutel entsteht…

Hier das fertige Futter von unten. Wie gesagt, ich wusste nicht wie ich das Futter passgenau hätte schneidern müssen. Aufgefangen hab ich das indem ich immer wieder kleine Überlappungen eingenäht habe. Dadurch wirft das Futter natürlich jetzt Falten, aber für den Beutel fand ich das gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Auf allen Fotos bis jetzt habt ihr das Futter natürlich von links gesehen, so soll es dann ja auch in den Beutel. Alle Nähte habe ich im Rückstich genäht.

Hier seht ihr das fertig eingenähte Futter,  mit meinem Zeichen natürlich ;) Wie oben beschrieben habe ich es einfach in den Beutel geschoben, dann hab ich es oben umgekrämpelt, was auch die ungleiche Kante verschwinden lies und dann entlang der umgekrämpelten Kante mit Vorstich festgenäht. Da der Nadelbeutel realtiv dick ist, sieht man außen keinerlei Stiche. Meine Rune ist übrigens im Plattstich gestickt mit einer Umrandung im Rückstich.

Jetzt fehlt dem Beutel nur noch eine Schnur, dann ist er komplett ferig :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Fortschritt Nadelbeutel – Perlenumrandung fertig Mittwoch, Jun 10 2009 

Huhu,

Der Nadelbeutel hat wieder einen Fortschritt zu verzeichnen.

Die Umrandung des Wappens Kelly ist fertig :)

Hier die ferige Umrandung. Ich find es sieht echt schick aus, richtig edel :) Die Perlen sind jeweils mit einem extra Stich angenäht. Führt einen Vorstich aus, wenn ihr mit der Nadel von unten anch oben ausstecht bringt eine Perle auf den Faden und dann stecht wieder von oben nach unten durch den Stoff. Und immer so weiter, so dass ihr bei jedem Vorstich eine Perle feststickt.

Und hier der ganze Beutel mit dem Wappen Kelly.

Das ist jetzt auf jeden Fall ferig. Ich tendiere eher dazu den Hirsch wegzulassen und jetzt nur noch das Innenfutter zu machen und eine Schnur.  Was mich zu dem Problem bringt, dass ich keine so richtige Ahnung hab wie ich das Futter hinbekomm, aber das wird schon :)

Ihr lest dann wieder davon :)

liebe Grüße,

Elsi :)

Fortschritt für den Beutel – Hirschkopf fertig Dienstag, Aug 19 2008 

Wiedereinmal habt ihr was länger warten müssen bis ich euch von einem Fortschritt berichten kann.

Das hat zum größten Teil daran gelegen, dass ich nicht zufrieden war und die Stickerei wieder aufgetrennt habe.

Hier nun erstmal das Ergebnis nach dem wieder neu machen:

Ich muss sagen, ich bin schon ziemlich unzufrieden. Irgendwie wollte es nicht werden. ich weiß auch nicht. Aber nochmal auftrennen wollte ich es dann jetzt doch auch nicht. Dann müsste ich es schon ganz neu machen, weil der Stoff sonst kaputt geht. Ich hab mich jetzt entschieden erst die zweite Stickerei zu machen und zu sehen wie die wird, bevor ich entscheide, was ich mit dieser mache.

Insgesamt bin ich ziemlich frustriert. Kann man auch wieder schlechter werden??

Naja. Nun einmal zu der Stickerei.

Die Vorarbeiten habe ich wiedereinmal im Vorstich gemacht, um das Motiv zu übertragen. Die Umrandung ist im Stielstich. Die Füllungen in schwarz habe ich im Plattstich gemacht und die gelben Teile im Klosterstich. Insgesamt ist die Stickerei ca. 7 x 7 cm groß.

Ich werde mich dann als nächstes an die zweite Stickerei für den Beutel begeben und hoffe, dass mir diese besser von der Hand geht. Ihr hört dann wieder von mir.

liebe Grüße,

Elsi :)

Die Gunst ist fertig!!! Montag, Jul 14 2008 

So, die Schnürung war das letzte Stück, dass zu schaffen war. Jetzt ist meine Gunst tatsächlich endlich fertig!

Und ich muss sagen, trotz aller Höhen und Tiefen, bin ich jetzt doch ein bisschen stolz ;)

Hier erstmal ein paar Bilder von der Gunst an Rogers Arm:

von der Seite

von hinten

von vorne

unterm Arm

Geschnürt hab ich sie danach noch etwas fester und gleichmäßiger, aber ansonsten sieht es doch ganz gut aus, oder?

Tja, dann hier mal die Zusammenfassung:

Verbrauchte Materialien: 2x Baumwolle 45 x 20 cm, gelbes und rotes Anchor-Garn für die Stickerei und die Schnürung und schwarzes Garn für die Nähte.

Zeit: 19.04.2008 – 13.07.2008

Stiche: Vorstich (Vorarbeiten), Gobelinstich (Säumung Stoff), Rückstich (Nähte), Stielstich (alle Umrandungen), oberflächliche Anlegetechnik, Plattstich und Klosterstich (Füllungen) und Blindlochstich (Nestelllöcher)

andere Techniken: Löcher stopfen und Flechten (Schnürung)

Insgesamt war dieses Projekt wieder sehr lehrreich für mich. Ich habe neue Techniken gelernt und andere vertieft. Ich würde sagen der Klosterstich zB. gelingt mir jetzt schon was besser und beim Blindlochstich und der Anlegetechnik hat man zumindest eine Steigerung gesehen. Allerdings gehören diese beiden Sachen auch zu denen, die ich noch unbedingt weiter üben muss! Den Stielstich beherrsche ich jetzt schon recht sicher, denke ich.

Mir hat das Arbeiten an der Gunst auf jeden Fall super viel Spass gemacht und mein Freund hat sich super darüber gefreut. Und das ist doch das Wichtigste :D

liebe Grüße,

Elsi :)

Blindlochstich Donnerstag, Jun 12 2008 

So, da ich ja bald noch die Nestellöcher für die Schnürung der Gunst machen muss, dachte ich, ich erkläre euch schonmal im Voraus wie das funktioniert :D

Für solche Löcher eignet sich der Blindlochstich besonders, da er ein rundes Loch schafft.

Er ist nicht schwer zu arbeiten und nachher sehr stabil. Außerdem ist er ein bereits im Mittelalter bekannter Stich und somit authentisch :)

Hier also die Anleitung Schritt für Schritt:

Als erstes müsst ihr euer Loch markieren. Dafür stickt ihr einen Kreis mit Vorstichen vor. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn er hält euer Loch in Form.

Als nächstes schneidet ihr in die Mitte eures Kreises ein Loch. Am besten in Form eines Kleinen Kreuzchens.

Jetzt kommt der entscheidende Schritt, indem ihr die Umrandung des Loches fertigt und das Loch quasi aufzieht.

Als erstes stecht ihr bei 1 von unten nach oben aus. Es ist sehr wichtig, dass ihr immer von innen nach außen arbeitet, denn als nächstes führt ihr die Nadel über eure Vorstiche und durch das aufgeschnittene Kreuzchen (ihr hättet also hier gar keine Möglichkeit irgendwo ein oder auszustechen). Habt ihr die Nadel wieder unter der Stickarbeit stecht ihr als nächstes knapp neben 1 bei 3 wieder aus und fahrt von hier aus immer so fort, bis ihr einmal im Kreis rum seid. Arbeitet so dicht wie möglich. Der Abstand in meinem Schema ist nur zur Verdeutlichung der Arbeitsweise und auch zum Andeuten der Rundung. Punkt 2 zeigt an, wie der Faden nach dem Ausstechen bei 3 und dem Durchziehen des Fadens aussehen wird. Wie oben beschrieben wird dort  nicht ein oder ausgestochen, ihr zieht den Stoff dort nur auf.

Insgesamt ist der Blindlochstich also eigentlich ein Plattstich um eine Kante herum.

Ich hoffe das hilft euch ein paar Nestellöcher zu fertigen. Bei Fragen wie immer melden :D

liebe Grüße,

Elsi :)

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