Hallo
Gestern war es endlich soweit, nach einem unglaublichen Nervenmarathon und vielen Versuchen hab ich es endlich hin gebracht die Fütterung an der Cotte fertigzustellen und damit ist sie jetzt vollkommen feritg!
Ich bin sooooo happy!
Sie ist nicht perfekt, aber für das erste komplette Kleid bin ich doch zufrieden.
Der Halsausschnitt sitzt leider was zu hoch und ist etwas zu weit für meinen Geschmack, die Ärmel unten sind eng, aber fast was zu eng, das Futter ist nicht perfekt, aber ich bin ja froh, dass es jetzt überhaupt drin ist
Und zu guter letzt ist es etwas zu kurz. Ich wollte zwar, dass es die Füße frei lässt, weil es ja ein Magd-Gewand ist (also für arbeitende Bevölkerung), aber es ist doch mit Gürtel fast zu kurz.
Aber für den ersten Versuch ist das ok, finde ich
Das nächste wird besser. Jetzt hab ich wieder einiges gelernt, dass ich dann beim nächsten besser machen kann!
Hier die komplette Cotte, gerade frisch gewaschen und zum Trocken aufgehangen.
Natürlich gibts auch mal Bilder von mir in der Cotte, aber die würd ich gern drausse machen denk ich.
Hier der obere Teil etwas größer, da könnt ihr schön die Ärmel sehen.
Einmal der komplette Ausschnitt..
Und nochmal der Schlitz in Großaufnahme.
Für den Ausschnitt bin ich folgender Maßen vorgegangen:
Ich habe erst den Schlitgz geschnitten, dann habe ich einen weiteren Streifen Stoff ausgeschnitten und den Schlitz damit gesäumt. Den Rest des Ausschnittes habe ich einfach umgenäht.
Das Futter habe ich in drei Teilen ausgeschnitten. Einen Teil für den Nacken und zwei für vorne mit einer Mittelnaht quasi als Verlängerung des Schlitzes. Das hab ich deswegen gemacht, weil hätte ich einfach nur wieder einen Schlitz in das Futter geschnitten hätte ich unten wieder eine “offene” Stelle gehabt, die ich irgendwie hätte einfassen müssen. So ist anstelle dessen dort eine Naht, die dann nach innen liegt und somit nicht weiter versäubert werden muss. Den Futterstoff habe ich dann erst zusammengenäht und dann nach innen gegen den Oberstoff eingeschlagen und festgenäht.
Und hier nochmal das Ärmelfutter im Detail.
Auch hier hab ich das Ärmelstück für das Futter erst zusammengenäht (wie einen kurzen Ärmel), dann in den Ärmel geschoben und eingeschlagen und festgepinnt. Danach hab ich an den Außenkanten festgenäht und zum Schluss das obere Ende innen im Ärmel festgenäht.
Wichtig bei all diesen Futtergeschichten ist, dass man sie von außen (von rechts) festnäht, denn dann liegen die Stoffteile nachher schön flach und drehen sich nicht nach außen.
Zusammenfassung:
begonnen: September 2011
fertiggestellt: 07.03.2012
Material: grauer Wollstoff, gelbes Leinen, graue Wollfäden (aus dem Stoff gezogen), gelbe Wollfäden (Zwiebelschalengefärbt)
benötigte Techniken: Mustererstellung, Zuschnitt, Säumen, Vorstich, Füttern, Ärmel einsetzen, dreireihige Verbindungsnaht
Wie ich oben schon beschrieben habe ist es nicht perfekt und ich weiß einiges, dass ich beim nächsten mal besser machen würde, aber so ist das halt
Ich bin fürs erste Kleid sehr damit zufrieden und bin mir sicher das nächste wird schon wieder besser
Um die Darstellung weiter zu vervollständigen werde ich als nächstes wohl das Kopftuch machen und weiter fleißig Wolle spinnen, damit ich mir dann Socken Nadelbinden kann.
Außerdem fehlt noch ein Gürtel und Schuhe.
liebe Grüße,
Elsi
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