Eigentlich hatte ich nie geplant, DIE Sockenstrickerin zu werden.
Versteht mich nicht falsch, Socken sind toll, man kann nie genug Socken haben, schon gar nicht selbst gestrickte. Aber eigentlich wollte ich Pullis und Strickjacken in Massen produzieren und Röcke und so was.
Naja, ich arbeite noch dran
Socken sind auf jeden Fall noch aus einem anderen Grund toll, sie sind super portabel. Socken kann man immer mitnehmen, selbst in ner ganz kleinen Handtasche…
Aber Socken haben auch Nachteile oder sagen wir mal es kommt drauf an..
Ich hab angefangen Socken zu stricken (wie viele) vom Bündchen runter, auf einem Nadelspiel. Das hat super funktioniert und es hat Spass gemacht. Oder sagen wir der erste Socken macht Spass, denn das Garn ist neu, das Muster ist ggf. neu und alles ist interessant, der zweite Socken strickt sich zwar auch, aber so spassig ist er nicht mehr. Und dann wie lange mache ich das Bündchen nur? Vor allem beim aller ersten Paar Socken ever, weiß man das ja nie.
Dann hab ich Socken Toe up gestrickt, neu, spannend (beim ersten Socken) und man kann besser einschätzen wie lange das Bündchen werden darf, wenn man das Knäul vorher aufteilt..
Aber immer noch der langweilige zweite Socken…
Und dann erinnern wir uns vielleicht noch an den Horror schlecht hin.. Die Socken für Roger… Spannung hängt ja von vielem ab. Natürlich vor allem von der Art und Weise wie man strickt und den Nadeln, die man mit dem Garn benutzt, aber selbst, wenn sich diese Faktoren nicht ändern kann sich die Spannung mit der man strickt trotzdem ändern. Vielleicht bin ich einen Tag angespannt, nach viel Stress auf der Arbeit und stricke deswegen fester und den nächsten Tag bin ich total entspannt und stricke deswegen auch lockerer.. Das kann wirklich passieren. Und ungefähr so kam es dann ja auch, dass ein Socken wesentlich größer war als der andere, obwohl ich weder die Nadeln noch das Muster geändert hatte…
Tolle Wurst..
Und deswegen wollte ich endlich versuchen zwei Socken gleichzeitig zu stricken und zwar Toe up.
- Vielleicht ändert sich die Spannung, aber dann ändert sie sich bei beiden
- beide Socken werden gleichzeitig fertig, kein langweiliger zweiter Socken mehr
- beide gleichzeitig Toe up, also so lange stricken bis ggf. das Garn ausgeht, keine Angst mehr vor zu kurzen Bündchen oder nicht gewollten Garnresten
Wer ein Problem mit unschönen Maschen zwischen den Nadeln des Nadelspiels hat, der wird vielleicht auch begeistert sein, denn ich habe schon viele sagen hören, dass sie dieses Problem mit Rundstricknadeln nicht hatten (ich hatte es vorher auch nicht, deswegen keine Änderung).
Oder rausrutschende Nadeln sollten auch kein Problem sein, denn wenn man nicht gerade strickt können die Socken schön auf dem Kabel liegen und nix kann verloren gehen.
Es fühlt sich an, als würde das Stricken für immer so weiter gehen und man würde niemlas wo ankommen, aber dann muss man sich immer vor Augen halten, dass man ja doppelten Fortschritt macht! Schließlich sind dann schon beide Socken so weit!
Und so sieht der Anfang meiner Widdershins dann aus
Es ist ein schönes Zopfmuster und kommt echt gut raus
Bei Toe up auch immer schön (und auf Rundstricknadeln besser als beim Nadelspiel) man kann immer mal anprobieren.
Bei der Methode liegt immer die eine Seite des Sockens auf einer Rundstricknadel und die andere auf einer anderen, aber ich plane noch ein ausführliches Tut zu der Methode
Und dann strickt man fröhlich vor sich hin über beide Socken und ist glücklich, also ich zumindest
liebe Grüße,
Elsi
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