Hat man auf den Händen, das stimmt
Aber die gibts auch beim Stricken, zumindest wenn ich den englischen Begriff direkt übersetze (“Lifeline”) und ich finde, der Begriff ist einfach passend, ihr werdet gleich sehen warum
Also erstmal zur Grundidee. Eine Lebenslinie, ist ein eingezogener Faden, auf dem eure “lebendigen” (life) Maschen liegen, dh. wenn ihr einen Fehler gemacht habt oder einfach mit etwas unzufrieden seid und und ihr könnt es nicht einfach mal so eben reparieren, sondern wollte einen Teil wieder auftrennen, dann könnt ihr einfach ohne schlechtes Gewissen oder Angst alle Nadeln rausnehmen und alles auftrennen, bei der Lebenslinie stoppt ihr dann automatisch, als wären Nadeln in eurer Strickerei und ihr könnt ohne Probleme eure Maschen wieder aufnehmen..
Hört sich toll an? Dann schaut euch die Fotos an
Nehmt euch eine Nadel (am Besten ohne Spitze) und fädelt einen Faden möglichst andersfarbig zu eurem Gestrickten ein. Disen Faden fädelt ihr jetzt mit der Nadel durch alle Maschen, die gerade auf der Nadel liegen und zwar so als würdet ihr sie links abheben, damit sie nicht verdreht werden (siehe Bild). Natürlich hebt ihr sie nicht wirklich ab, das beschrieb nur die Richtung. Passt gut auf, dass ihr den Faden eurer Maschen nicht pentriert, sondern sauber durch die Maschen stecht.
Ich fädel immer mehrere Maschen auf einmal auf, zieh dann den Faden komplett durch und setze wieder neu an.
So sieht es dann aus, wenn die Lebenslinie durchgezogen ist.
Wenn ihr sie komplett durchgezogen habt, dann lasst auf beiden Seiten genug Faden übrig (Gestricktes ist ja sehr dehnbar) und macht einen Knoten rein, damit die Lebenslinie nicht aus Versehen raus gezogen wird.
Solltet ihr Maschenmarker verwenden müsst ihr etwas aufpassen. Ihr dürft die Lebenslinie auf keinen Fall durch den Maschenmarker fädeln, denn sonst hängt der natürlich auf der Lebenslinie fest.
Nur bei der ersten Reihe nachdem ihr die Lebenslinie eingezogen habt müsst ihr etwas aufpassen.
Wenn ihr die Maschen abstrickt passt auf, dass ihr die Lebenslinie nicht mitnehmt, denn die soll ja unberührt einfach so da sitzen bleiben.
So wie es links im Bild aussieht sollte es sein…
… so wie hier darf es nicht aussehen, dann verstrickt ihr die Lebenslinie mit…
Und so sieht es dann nach der ersten Reihe aus. Die Lebenslinie hält eure Maschen, falls ihr sie nochmal braucht und ab jetzt könnt ihr einfach so weiter stricken als wär nichts gewesen.
Falls ihr die Lebenslinie mal benötigt und bis auf diesen Stand zurück gehen wollt, zieht ihr einfach alle Nadeln raus und ribbelt dann so lange weiter bis auf einmal Schluss ist.
Wenn ihr bei eurer Lebenslinie angekommen seid ist automatisch Schluss, ganz so als würde da eine Nadel das Aufribbeln verhindern. Jetzt könnt ihr von hier aus alle Maschen einfach wieder aufnehmen und ihr müsst nicht mal aufpassen in welche Richtung ihr die Maschen aufnehmt, da sie ja nicht verdreht auf der Lebenslinie liegen. Ihr müsst auch keine Angst haben unterwegs eine Masche zu verlieren, weil ihr die anderen Maschen zu weit rausgezogen habt, die Lebenslinie hält sie. Im Zweifel einfach ein wenig an der Lebenslinie ziehen und die Masche kommt wieder raus und kann aufgenommen werden. Super oder?
Es gibt nur einen einzigen Haken mit der Lebenslinie, man wünscht sich immer dann eine eingezogen zu haben, nachdem man bemerkt, dass man einen Fehler gemacht hat und aufribbeln muss
Ich benutze es selber viel zu selten, aber es ist wirklich ein super Trick, der eigentlich nicht viel Zeit kostet und im Gegenzug ggf. sehr viel Zeit erspart.
liebe Grüße,
Elsi
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